Neue Professur im Bereich Marktforschung der Hochschule Geisenheim geschaffen

Bildquelle: Axel Gross

Dr. Gergely Szolnoki (40) wurde am 12. Juni 2017 auf Grund seiner herausragenden Tätigkeit in Lehre und Forschung auf Vorschlag des Präsidiums und nach Durchführung eines externen Begutachtungsverfahrens durch eine eigens eingesetzte Kommission sowie nach Anhörung und Abstimmung des Senats der Hochschule Geisenheim die Bezeichnung außerplanmäßiger Professor verliehen. Dr. Szolnoki ist stellvertretender Institutsleiter im Institut für Betriebswirtschaft und Marktforschung, welches durch Frau Prof. Dr. Simone Loose geleitet wird. Szolnoki hat sich auf die Durchführung nationaler und internationaler Forschungsprojekte in der Wein- und Getränkewirtschaft spezialisiert. Seine Schwerpunkte liegen auf dem Konsumentenverhalten, Sensorik, Weintourismus, Öko-Wein, Nachhaltigkeit, Social Media, Online-Handel sowie auf speziellen Segmenten der Marktanalyse. Der gebürtige Ungar kam erst im Alter von 26 Jahren nach Deutschland und studierte vorher Agrarwissenschaften an der ungarischen Szent István Universität in Gödöllő. In seiner Masterarbeit befasste er sich damals mit dem Thema Wein und Packaging, welches er später während seiner Promotion an der damaligen Forschungsanstalt Geisenheim in Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität Gießen vertiefte. Szolnoki war zwischen 2003 und 2007 Doktorand in Geisenheim und hat 2007 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsanstalt angefangen zu arbeiten. Neben der Betreuung von Bachelor-, Masterarbeiten und Promotionen unterrichtet er in den Fächern Grundlagen Marktforschung, Angewandte Marktforschung und Internationale Weinwirtschaft sowohl in dem deutsch- als auch in den englischsprachigen Studiengängen der Hochschule Geisenheim. Er ist Autor von zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen, Fachartikeln und Büchern. Zudem engagiert er sich in externen Gremien und Kommissionen wie z.B. in der Sachverständigengruppe „ECOMAR“ der OIV und als Gutachter für wissenschaftliche Zeitschriften. „Als ich damals für die Weiterführung meiner Promotion nach einem Forschungsinstitut im Ausland suchte, bin ich auf Geisenheim wegen des guten Rufs innerhalb der Weinbranche aufmerksam geworden. Außerdem beschäftigten sich hier Wissenschaftler genau in dem Bereich, der mich von Anfang an begeisterte“, erklärt der frisch gebackene Professor. „Ich bin in den letzten 14 Jahren zusammen mit der Forschungsanstalt und dann Hochschule Geisenheim mitgewachsen und habe mit meiner Familie in Geisenheim ein neues Zuhause gefunden“, freut sich der dreifache Vater.

 


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Mittwoch 22. November 2017, 10 bis 16 Uhr in Geisenheim

Bildquelle: Hessen schafft Wissen, Steffen Boettcher

Für Lebensmittel ist es bereits seit langem verpflichtend, den Nährwert und Zusatzstoffe auf dem Etikett auszuweisen. Die Hersteller alkoholischer Getränke genossen hier bisher eine Ausnahmestellung, deren Zeit abgelaufen ist. So wurden sie von der Europäischen Kommission aufgefordert, gemeinsam bis zum März 2018 Vorschläge für die Kennzeichnung zu entwickeln.

  • Wie weit ist diese Einigung in der Branche bisher fortgeschritten?
  • Was bedeutet sie für die zukünftige Kennzeichnung auf dem Etikett von Wein und anderer alkoholischer Getränke?
  • Welchen Erwartungen und Befürchtungen verbinden die Vertreter der Weinbranche mit der anstehenden Kennzeichnungspflicht?
  • Wie wird der Verbraucher auf eine Kennzeichnung von Nährwertangaben (kcal) und Zusatzstoffen bei Wein reagieren?
  • Welche Auswirkungen wird die Kennzeichnung auf den Einsatz von Zusatzstoffen versus physikalischer Verfahren in der Kellerwirtschaft der verschiedenen Betriebstypen haben?
  • Welche praktischen Fragen folgen daraus für die Etikettierung?

Zu diesen und anderen Fragen werden zum Geisenheimer Forum am 22. November 2017 Experten des Lebensmittel- und Weinrechts, Etikettierer, Vertreter der Verbände und Geisenheimer Wissenschaftler ihre Erkenntnisse und aktuelle Studien vorstellen und gemeinsam mit den Besuchern diskutieren. Das vollständige Programm und ein Link zur Anmeldung folgen nach der Sommerpause.

 

Kontakt:

Anne Grimmich 

Gebäude: 1 / Müller-Thurgau-Haus, Raumnummer: 1.10 

mailto:Anne.Grimmich@hs-gm.de

Tel.: + 49 6722 502 725 

   

Bildquellen: Winfried Schönbach, HGU und Karl Heinz Tappe


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Ein Wettbewerb für Unternehmen, die Kundenbindung und Ab-Hof-Verkauf optimieren wollen

Die Hochschule Geisenheim lobt zum zweiten Mal nach 2014 den Deutschen Weingutpreis aus. Das Besondere am Wettbewerb: Studierende der Hochschule, vor allem aus den Studiengängen Internationale Weinwirtschaft sowie Weinbau & Oenologie, schlüpfen in die Rolle der Gutachter. Unter der Leitung von Prof. Dr. Robert Göbel analysieren und beurteilen sie alle Kriterien, die der Direktvermarktung eines Unternehmens der Weinbranche zum Erfolg verhelfen – mit Ausnahme des Weins. Damit rücken sie gezielt Neukundengewinnung und Kundenbindung als Erfolgsfaktoren in den Fokus ihrer Bewertung. Eine hochkarätig besetzte Jury bestimmt auf dieser Basis dann den Sieger.

Vom Deutschen Weingutpreis profitieren indes nicht nur die Erstplatzierten, sondern alle teilnehmenden Unternehmen und auch die Studierenden. Die Teilnehmer lassen sich aus Kundensicht bewerten und erhalten in ihrer individuellen Analyse wichtige Anhaltspunkte, die ihnen helfen, ihre Vermarktung zu optimieren. Für die Studierenden ist das Projekt im Rahmen der Lehrveranstaltungen Strategische Planung sowie Beratung und Kommunikation die denkbar engste Verknüpfung mit der Praxis. Sie können ihr im Verlaufe des Studiums gesammeltes Wissen auf Basis einer strukturierten Methodik anwenden und als Berater fungieren. Damit bereiten sie sich für ihren späteren Berufsalltag auch auf eine fundierte und sachliche Selbstbewertung vor.

Die Ausschreibung richtet sich an Weingüter, Genossenschaften und Privatkellereien aller Anbauregionen mit einem nennenswerten Anteil Direktvermarktung ab Hof oder Vinothek. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt; die rund 80 Teilnehmer des Wettbewerbs 2013/14 können nur berücksichtigt werden, wenn Teilnehmerplätze frei bleiben. Die Anmeldung über das Bewerbungsformular http://www.deutscher-weingutpreis.de/266 ist ab sofort bis 30. Oktober 2017 möglich.

Das Projekt zum Deutschen Weingutpreis startet im November 2017 mit der Analyse und Bewertung der teilnehmenden Unternehmen vor Ort, die Preisverleihung folgt im Juni 2018. Die Preisverleihung erfolgt in einer festlichen Veranstaltung in Frankfurt. Wie bereits 2014 unterstützt und stiftet die Sparda-Bank Hessen eG den Deutschen Weingutpreis.

Weitere Informationen unter http://www.deutscher-weingutpreis.de


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Akademische Abschlussfeier mit Staatssekretär Ingmar Jung / Vergabe des Studienpreises Landschaftsarchitektur & des Karl-Bayer-Preises

Zur Fotostrecke (Winfried Schönbach, 590 Fotos)

161 Absolventinnen und Absolventen hat die Hochschule Geisenheim am Freitag, 14. Juli 2017, bei ihrer Akademischen Abschlussfeier im historischen Park der Hochschule verabschiedet. Damit durften so viele junge Menschen wie nie zuvor am Ende eines Semesters an der Hochschule Geisenheim ihre Zeugnisse entgegennehmen. Sie wagen nun den nächsten Schritt in ihrer Karriere – sei es ins Berufsleben oder ein weiterführendes Studium.

Einen Blick voraus warf auch Festredner Ingmar Jung, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, bei der feierlichen Verabschiedung. Er sprach in seinem Vortrag über die Bildungspolitik der Zukunft. Hochschulpräsident Prof. Dr. Hans Reiner Schultz nutzte den festlichen Rahmen, um das studentische Engagement in den Gremien und Ausschüssen der Institution zu würdigen. Gemeinsam mit Prof. Gerd Helget dankte er auch den Förderern und Empfängern des Deutschlandstipendiums.

Studienpreis Landschaftsarchitektur erstmals vergeben

Premiere feierte bei der Akademischen Abschlussfeier in diesem Semester der Studienpreis Landschaftsarchitektur. Vier Vereine aus den Bereichen Landschaftsarchitektur, Landschaftsbau und Naturschutz haben sich zusammengeschlossen, um zukünftig in jedem Semester eine hervorragende Abschlussarbeit aus den Studiengängen der Landschaftsarchitektur an der Hochschule Geisenheim mit 500 Euro zu honorieren.

In diesem Sommer geht der Studienpreis an Martin Schnell für seine Master-Thesis „Raumnutzungsanalyse eines telemetrierten Schwarzstorches (Ciconia nigra) während dreier Brutphasen“ im Studiengang Umweltmanagement und Stadtplanung in Ballungsräumen (UMSB). Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Ilona Leyer, Leiterin der AG Pflanzenökologie und Naturschutz an der der Hochschule Geisenheim, und extern von Dr. Markus Dietz. Preisstifter sind die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e. V., der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla, Landesverband Hessen e. V., der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e. V. und die Hessische Vereinigung für Naturschutz und Landschaftspflege e. V..

Karl-Bayer-Preis für Daniel Mair und Roberto Magri

Prof. Karl Bayer, langjähriger Dekan des damaligen Fachbereichs Geisenheim, überreichte im Rahmen der Abschlussfeier auch in diesem Jahr wieder den nach ihm benannten Karl-Bayer-Preis an zwei Absolventen. Daniel Mair, der von Dipl.-Ing. Wolfgang Pfeifer betreut wurde, erhielt einen Preis für seine Arbeit über den „Einfluss einer Vor- und Nachmazeration bei der Maischegärung und einer Traubentrocknung auf das Phenol- und Geschmacksprofil von Merlot“. Unter der Betreuung von Prof. Dr. Doris Rauhut fertigte Roberto Magri die zweite ausgezeichnete Abschlussarbeit zur „Bestimmung der aromatischen Komplexität in Weinen aus italienischen Rebsorten durch GC-Olfaktometrie“ an. Beide Absolventen erhalten ein Preisgeld in Höhe von je 1.000 Euro.

Mit dem Karl-Bayer-Preis werden traditionell die besten Abschlussarbeiten im Rahmen des deutsch-italienischen Doppel-Bachelor-Abkommens der Hochschule Geisenheim und der drei Partnerinstitutionen – die Universitäten Trient und Udine sowie das Agrarinstitut San Michele all´Adige – prämiert. Im Rahmen des Abkommens haben Studierende die Möglichkeit, gleichzeitig den deutschen Abschluss „Weinbau und Oenologie (B.Sc.)“ und den italienischen Abschluss „Laurea in Viticoltura ed Enologia“ zu erlangen. Sie studieren dafür ein Jahr im jeweiligen Partnerland. Prof. Karl Bayer hatte das Abkommen vor mehr als 20 Jahren initiiert.


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Un article de Anetta Kütt, étudiante d’International Wine Business, et Alexander Spöri, étudiant de viticulture et œnologie

Etape N° 1: Visite au Domaine Eugène Meyer, Bergholtz

Au premier jour de notre excursion en Alsace, nous avons visité à Bergholtz le domaine Eugène Meyer dont un de nos condisciples est le patron junior. C’est le grand-père de la famille qui établit la viticulture en biodynamie en 1969 – il était le premier, un pionnier par excellence.

Au début de notre visite, on a vécu en direct la préparation de la tisane d‘ortie – une plante qui joue un rôle capital dans les produits phytosanitaires de la biodynamie. Eugène Meyer, sénior du domaine, nous a expliqué en détail ses méthodes et ustensiles, outils, machines, notamment pour la dynamisation, et  la bonne utilisation des tisanes.

Après nous être promenés dans les vignes pour visiter le SPIEGEL, un vignoble classifié comme « Grand Cru Alsace », dans lequel la famille cultive quelques hectares, nous avons finalement dégusté quelques vins du domaine qui nous ont éblouis par leur complexité et leurs arômes d’élevage en fûts de chêne. On a bu plusieurs vins des années 2009 et 2011, qui illustrent une très bonne culture des vins de garde que l’on trouve rarement dans les régions allemandes, malheureusement.

Voilà un domaine qu’il faut absolument visiter quand on va en Alsace!

Etape N° 2: Dopff au Moulin – Pionniers du Crémant d’Alsace depuis 1574

Situé à Riquewihr, une charmante cité médiévale, Dopff au Moulin est un domaine viticole familial. Les ancêtres de ce famille se sont établis à Riquewihr déjà au 17ème siècle, aujourd’hui 3 générations co-dirigent la maison. Depuis toujours les Dopffs ont su préserver leur vocation première : être avant tout des vignerons. C’est pourquoi ils se sont attachés à valoriser et à agrandir leur domaine familial.

Dopff ’Au Moulin’ est un domaine avec plus de 70 hectares de vignobles. Les vignobles au cœur d’une région connue surtout pour ses grands crus, ne cultive que des cépages ’nobles’ d’Alsace. Les cépages plus importants sont les suivants : Pinot Blanc, Auxerrois, Pinot Noir, Chardonnay, Pinot Gris et Riesling. Ceux-ci apportent l’harmonie et complexité aussi au Crémant d’Alsace.

Monsieur Julien Dopff était le fondateur du Crémant d’Alsace. Le début de cette histoire commence à 1900 quand Julien Dopff a visité l’Exposition Universelle de Paris et a eu la chance de voir une démonstration de la ’Méthode champenoise’. Après un stage de deux ans à Epernay pour se familiariser avec la méthode Champenoise, Julien Dopff appliqua aux vins d’Alsace la méthode qui réussissait si bien qu’au champagne. La maison Dopff est devenue alors, la première à produire ce qui est aujourd’hui connu comme Crémant d’Alsace.

Le domaine produit environ 3 million bouteilles du quels moitié est exporté à la Suède, à l’Allemagne et à l’Australie. Les nouveaux marchés à acquérir sont le Royaume Uni, la Chine et le Brazil.

Couramment la liste de caveau inclut plusieurs crémants (bien sûr) aussi bien que des vins tranquilles. Trois mots clés à décrire cette sélection sont : élégance, raffinement et gourmandise.


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Gemeinsamer Studiengang bereitet Studierende auf Karriere in Wirtschaft und Wissenschaft vor

Die Akkreditierungsagentur für Studiengänge der Ingenieurwissenschaften, der Informatik, der Naturwissenschaften und der Mathematik e. V. (ASIIN) hat den gemeinsamen Master-Studiengang „Weinbau, Oenologie und Weinwirtschaft“ der Hochschule Geisenheim und der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien akkreditiert. Das Gütesiegel bestätigt fachlich-inhaltliche Standards und Berufsrelevanz des Abschlusses als Master of Science.

„Wir freuen uns über die Akkreditierung dieses Master-Studiengangs, der den Studierenden vertieftes naturwissenschaftliches Wissen, Forschungskompetenz, verfahrens- und produktionstechnisches Know-how sowie weinwirtschaftlich-unternehmerische Handlungskompetenzen vermittelt“, so Prof. Dr. Randolf Kauer, Studiengangsleiter Weinbau, Oenologie und Weinwirtschaft an der Hochschule Geisenheim. Während ihres zweijährigen Studiums verbringen die Studierenden jeweils mindestens ein Semester in Wien und in Geisenheim.

„Unsere Studierenden profitieren gerade bei ihrer individuellen Schwerpunktbildung davon, dass sie aus Lehrveranstaltungen an zwei forschungsstarken Institutionen wählen können. Wir unterstützen unsere Master zudem auch dabei, bei einem zusätzlichen Auslandssemester weitere Erfahrungen zu sammeln“, ergänzt Prof. Dr. Astrid Forneck von der BOKU.

Schwerpunkte des Studiums sind die physiologischen und biochemischen Schlüsselprozesse der pflanzlichen Produktion, Risikomanagement im Weinbau, Sensorik und die Entwicklung von strategischen Konzepten für das Weinmanagement. Die Studierenden qualifizieren sich mit dem Joint Degree für Führungs- und Leitungsaufgaben in weinbaulichen und oenologischen Betriebsbereichen und für eine wissenschaftliche Tätigkeit.

Eine Bewerbung für den Studiengang „Weinbau, Oenologie und Weinwirtschaft“ mit Studienstart im Wintersemester ist bis zum 31. August jeden Jahres an der BOKU Wien möglich. Weitere Informationen auf der Webseite der BOKU: http://www.boku.ac.at


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Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Deutschkurses für Flüchtlinge an der Hochschule Geisenheim führen Theaterstück auf

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer feiern ihre Zertifikatübergabe.

„Der Deutschkurs“ lautet der Titel eines Mini-Theaterstücks, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Deutschkurses für studierfähige Flüchtlinge an der Hochschule Geisenheim selbst entwickelt und letzte Woche aufgeführt haben. Zum Abschluss ihres zwölfwöchigen Kurses DAAD Integra, der vom Sprachenzentrum und dem International Office der Hochschule durchgeführt wurde, berichteten sie von ihren Erfahrungen im Deutschkurs und ihren Exkursionen zum Niederwald-Denkmal und ins Gutenberg Museum nach Mainz.

Ihr Stück stellte eine typische Unterrichtsstunde nach: Ein Schüler in der Rolle des Schülers bildete lange Sätze – ohne Subjekt und mit dem Verb in der Infinitivform. Unter der Anleitung eines Schülers in der Rolle des Kursleiters  – inklusive gelungener Imitation des echten Kursleiters Régis Guézodjè – wurden die Fehler natürlich korrigiert. Das Credo: Wir wollen kein „Bahnhofsdeutsch“, sondern richtiges Deutsch lernen. Die Deutsche Sprache ist einfach. Man soll kurze Sätze bilden, bei dem das Verb immer an der 2. Stelle steht – und dann „Punkt“. Dieser reduktionistische Ansatz und die wiederholte Anmerkung, dass die deutsche Sprache einfach ist, hat den Teilnehmern immer wieder Mut gemacht und sie zum Lernen motiviert. „Und Punkt“ war der Refrain des Regiebuches.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dankten Kursleiter Régis Guézodjè mit einem gerahmten Bild ihres Ausflugs zum Niederwald-Denkmal.

Im Anschluss an das Stück hielten jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin – manchmal mit Hilfe eines Spickzettels – eine kurze Ansprache. Eine Frau berichtete, dass sie große Angst hatte, als sie in Deutschland ankam; nicht nur, weil alles fremd war, sondern auch, weil sie die Leute nicht verstehen und sich selbst nicht ausdrücken konnte. Jetzt, so erzählte sie, habe sie dank ihres Lehrers und dieses Kurses keine Angst mehr. Sie habe sich sehr wohl in der Gruppe gefühlt und sie weiß nun, dass Deutsch einfach ist.

Im Anschluss an das Theaterstück erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Händen des Kursleiters und der Vertreterin des International Office, Lisa-Marie Peters, ihre Zertifikate für den bestandenen Deutschkurs (A1). Gefeiert wurde im Seminarkeller der Hochschule bei internationalen Köstlichkeiten, die die Gruppe selbst vorbereitet hatte.


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Entwicklung multiresistenter Rebunterlagen und eines Testsystems für Phytoplasmenbefall im Obst- und Weinbau sind Ziele der geförderten Forschungsarbeiten

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Peter Bleser, hat am Mittwoch, 12. Juli 2017, an der Hochschule Geisenheim Förderbescheide für die Forschungsprojekte MureViU und PhytoDiag übergeben. Im Projekt MureViU entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule Geisenheim, Institut für Rebenzüchtung, gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Praxis innovative, multiresistente Unterlagen für den Weinbau in den nördlichen Anbauregionen. Das Institut für Phytomedizin der Hochschule entwickelt im Projekt PhytoDiag gemeinsam mit dem Institut für Obstbau und der Firma IDENTXX in Stuttgart ein im Feld nutzbares Diagnoseverfahren für Phytoplasmenbefall bei Himbeeren, Äpfeln, Birnen und Reben.

„Beide Projekte verfolgen interessante, für ganze landwirtschaftliche Zweige enorm wichtige Ziele. Die hohe Praxisrelevanz beider Vorhaben war ausschlaggebend für die Vergabe der Zuwendungsbescheide“, so PSt Bleser. „Ich freue mich, dass ich wieder die Gelegenheit nutzen konnte, die Hochschule Geisenheim in ihrer innovativen und zukunftsorientierten Forschungsarbeit zu unterstützen. Es ist beeindruckend, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hier bereits mit den Studierenden daran arbeiten, Antworten auf gesamtgesellschaftliche Fragestellungen zu finden.“

Phytoplasmen – kleine zellwandlose Bakterien – können bei Wein und Obstkulturen einen Ertragsausfall von 100 Prozent verursachen. Mit der im Rahmen von PhytoDiag zu adaptierenden Diagnosemethode soll ein Befall schon im Pflanzgut ausgeschlossen und so die Pflanzengesundheit verbessert werden. Das Projekt MureViU verfolgt das Ziel, die Züchtungseffizienz bei Rebunterlagen durch neue methodische Ansätze zu erhöhen, und konkret die Resistenz von Unterlagen gegen Trockenheit, Rebläuse und die Virusübertragung durch Nematoden zu erreichen. Wegen der unterschiedlichen Herkunft der verwendeten Wildformen wird auch ein Beitrag zu einer größeren Biodiversität im Weinberg geleistet.

Im Rahmen seines Innovationsprogramms unterstützt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Hochschule Geisenheim mit rund 201.000 Euro für das Projekt MureViU (Gesamtfördersumme: rund 918.000 Euro). Das Projekt PhytoDiag wird von der Landwirtschaftlichen Rentenbank im Rahmen der Deutschen Innovationspartnerschaft Agrar (DIP) mit rund 206.000 Euro gefördert.

„Wir freuen uns sehr über die Förderung durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und die Landwirtschaftliche Rentenbank, die gleichermaßen Anerkennung unserer praxisnahen Forschungsarbeit ist. Höchste Priorität hat für alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule Geisenheim auch zukünftig, Methoden, Verfahren und Produkte zu entwickeln, die den Betrieben des Wein- und Gartenbaus, aber auch jenen in der Getränke- und Lebensmittelwirtschaft oder der Landschaftsarchitektur zu Gute kommen“, so Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Präsident der Hochschule Geisenheim.

Über das Projekt MureViU

Die Partner des interdisziplinären Verbundprojekts MureViU mit PSt Peter Bleser (Mitte) und MdB Martin Rabanus (links).

Das interdisziplinäre Verbundprojekt MureViU befasst sich mit der Entwicklung innovativer, international wettbewerbsfähiger Unterlagsreben für den Weinbau der nördlichen Anbauregionen. Mit Blick auf den Klimawandel, dessen Einflüsse auf den Weinbau und die ihn begleitenden züchterischen Herausforderungen sollen neue zuchtmethodische Wege beschritten werden, um die deutsche Unterlagenzüchtung fit für die Zukunft zu machen.

Ein Ziel des Projektes ist es, Unterlagen zu identifizieren, die durch tiefreichende Wurzeln Wasser aus tiefen Bodenhorizonten aufnehmen können und dadurch eine höhere Trockentoleranz aufweisen. Eine Resistenz gegenüber Rebläusen und der Virusübertragung durch Nematoden sind ebenfalls essentiell für Unterlagen. Im Rahmen des Projektes werden Kreuzungspopulationen und amerikanische Wildarten auf neue Quellen dieser Resistenzen hin untersucht und genetische Marker für die oben genannten Merkmale entwickelt, die in Zukunft die Züchtung effizienter machen werden.

Die Basis für jede Züchtungsarbeit bildet die genetische Diversität einer Art. Vor diesem Hintergrund wird eine Sammlung von Reben der Wildart V. berlandieri im Projekt genetisch charakterisiert, um sie langfristig erhalten zu können.

Neben der Hochschule Geisenheim sind an diesem interdisziplinären Projekt das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Neustadt, das Julius-Kühn-Institut Geilweilerhof, die Universität Bielefeld, die Gemeinschaft zur Förderung von Pflanzeninnovation e.V. sowie verschiedene Rebschulen mit Versuchsflächen als künftige Nutzer der multiresistenten Unterlagen beteiligt.

Über das Projekt PhytoDiag

MdB Martin Rabanus mit Prof. Dr. Annette Reineke, Leiterin des Insituts für Phytomedizin, PSt Peter Bleser, Dr. Frank Brändle (IDENTXX GmbH) sowie M. Sc. Holger Linck, Institut für Phytomedizin, und Dr. Erika Krüger vom Institut für Obstbau. (v.l.n.r.)

Ziel des Vorhabens PhytoDiag ist es, ein zur Diagnose von Phytoplasmen an Himbeeren entwickeltes Verfahren für den Nachweis von weiteren Phytoplasmen in Himbeeren, Äpfeln, Birnen und Reben in entsprechenden Betrieben vor Ort nutzbar zu machen.

Phytoplasmen sind kleine zellwandlose Bakterien, die sich in Leitbündeln von Pflanzen (Phloem) ansiedeln und bei vielen Kulturpflanzen Ertragsausfälle von bis zu 100 Prozent verursachen. So werden durch Phytoplasmen an der Rebe die Goldgelbe Vergilbung sowie die Schwarzholzkrankheit, an Äpfeln die Apfeltriebsucht, an Birnen der Birnenverfall oder an Himbeeren die Verzwergungskrankheit (Rubus stunt) hervorgerufen. Im Zuge der Klimaerwärmung verzeichnen Betriebe europaweit eine Zunahme der Phytoplasmen-Problematik, da ihre Überträger, phloemsaugende Insekten, häufig wärmeliebend sind. Sie dehnen ihr Verbreitungsgebiet entsprechend aus und weisen schnellere Vermehrungsraten auf.

Eine direkte Bekämpfung von Phytoplasmen in befallenen Pflanzen ist nicht möglich. Infizierte Pflanzen zeigen die entsprechenden Symptome häufig erst nach einer gewissen Zeit. Daher ist es insbesondere für die Vermehrung von Pflanzgut wichtig, Mutterpflanzen vor ihrer Vermehrung mit einer sicheren Diagnosemethode auf das Vorhandensein von Phytoplasmen zu testen.

Im Rahmen eines durch das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) geförderten Verbundprojektes wurde an der Hochschule Geisenheim ein hochsensitives molekulares Verfahren zur sicheren und schnellen Diagnose der Rubus stunt an Himbeeren entwickelt. Dieses Diagnoseverfahren soll nun für die Diagnose weiterer Phytoplasmen an Äpfeln, Birnen und Reben erweitert werden.


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22 Unternehmen aus dem Wein- und Gartenbau, der Landschaftsarchitektur und Lebensmittelbranche präsentierten sich den Studierenden

National und international agierende Unternehmen aller maßgeblichen, mit der Hochschule Geisenheim verbundenen Branchen haben sich am 20. Juni 2017 auf der ersten hochschuleigenen Netzwerk- und Karrieremesse präsentiert. Studierende konnten sich über berufliche Chancen und Perspektiven informieren, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzten die Gelegenheit, ihr Netzwerk zu stärken – sei es zur Anbahnung gemeinsamer Projekte im Bereich der Forschung oder in der Lehre.

„Die Hochschule Geisenheim legt größten Wert auf eine praxisnahe Ausbildung. Exkursionen, Praktika, Fallstudienprojekte oder Abschlussarbeiten in Kooperation mit Unternehmen sind gang und gäbe. Wir freuen uns, dass wir mit der Netzwerk- und Karrieremesse nun ein zusätzliches Format haben, in dem wir Studierende und Vertreter der Unternehmen zusammenbringen können“, so Prof. Dr. Otmar Löhnertz, Vize-Präsident Lehre der Hochschule Geisenheim. „Die Messe hat gezeigt, was Geisenheim ausmacht: Studierende bekommen dank unserer starken Netzwerke die Chance, mit den Repräsentanten renommierter Unternehmen in einen unkomplizierten und direkten Dialog zu treten und sich individuelle Tipps für den erfolgreichen Berufsstart zu holen.“

Auch die Unternehmen schätzen diese persönliche Geisenheimer Art: „G-CHECKT! ist für uns eine einmalige Chance, uns den Studierenden zu präsentieren. Wir durften tolle junge Menschen mit großem Potenzial treffen“, bestätigt Anna Bunge, Stellvertretende Leitung Human Resources der Hawesko GmbH. Ebenso überzeugt vom Konzept der Messe ist Marion Köhler, Direktionsbeauftragte Marketing der Gartenbau-Versicherung VVaG: „Die Gartenbau-Versicherung aus Wiesbaden hat gerne die Möglichkeit genutzt, mit den Studierenden und Absolventen direkt ins Gespräch zu kommen und die Kontakte zum Fachbereich Gartenbau zu pflegen.“

Die Studierenden hatten auf der Messe auch die Möglichkeit, ein professionelles Bewerbungsfoto anfertigen und ihre Bewerbungsmappe von Profis überprüfen zu lassen. In Unternehmensvorträgen gaben die Aussteller wie Coca-Cola, die Doehler GmbH oder Immo Herbst Einblick in die Herausforderungen des Berufsalltags.

Die nächste Netzwerk- und Karrieremesse G-CHECKT! der Hochschule Geisenheim findet im April 2018 statt. Die ersten Folgebuchungen von ausstellenden Unternehmen liegen bereits vor. Alle Informationen zur Messe online unter: http://www.hs-geisenheim.de/karrieremesse.html


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Ausleihe für Eltern und Kinder wie gewohnt in der Bibliothek möglich

Die zwei mobilen Spielkoffer der Hochschule Geisenheim haben ein neues Highlight: Ab sofort können Eltern unter den Studierenden und Mitarbeitern neben Büchern, Buntstiften und Co. auch einen mobilen DVD-Player für ihren Nachwuchs ausleihen, wenn sie gleichzeitig zu ihrer Betreuungsverantwortung Aufgaben am Campus erledigen oder Sprechstunden besuchen müssen. Zum DVD-Player gibt es Kopfhörer sowie Hörspiele, Unterhaltungs- und Lern-DVDs für Kinder verschiedener Altersstufen.

Die Spielkoffer, die für Kinder bis zu zehn Jahren geeignet sind, und der DVD-Player können jederzeit zu den regulären Öffnungszeiten der Bibliothek ausgeliehen werden. Zusätzlich können die Eltern auch noch eine Spieldecke mitnehmen. Wer die Spielkoffer oder den mobilen DVD-Player ausleihen möchte, findet die aktuellen Öffnungszeiten der Bibliothek hier.

Kontakt
Beata Szabo
E-Mail: Familienfreundlichkeit@hs-gm.de
Tel.: + 49 6722 502 691


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